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Orden für Honecker

Über manche Sachen in der Welt kann man eigentlich nur noch den Kopf schütteln. Wenn anlässlich des 29. Jahrestages der sadinistischen Revolution Orden verliehen werden, dann ist das wieder so eine Sache. Denn der Orden wird nicht an irgendjemand verliehen, sondern an Erich Honecker. Posthum wird, der 1994 in Chile verstorbene und ehemaliger DDR-Staatsratsvorsitzender, Honecker für die seinerzeitige Unterstützung der sandinistischen Regierung geehrt.

Er war so solidarisch, so besonders, so liebevoll zu dem freien Volk von Nicaragua.

Da Erich Honecker nun schon ein paar Jährchen tot ist, nimmt – na klar – seine Frau Margot Honecker den Orden stellvertretend entgegen. Auch sie betreute ein Amt in der DDR-Regierung. Ab 1963 war sie Volksbildungsministerin. Zur Vollständigkeit halber: Auch Aleyda und ihre Tochter Aleyda sind zu den Feierlichkeiten eingeladen.

Na dann, viel Spaß…

Via Süddeutsche.de

Ich kann generell mit Werbung leben und gerade in Bezug aufs Bloggen weiß ich aus eigener Erfahrung wie viel Arbeit und vor allem Zeit dahintersteckt. Daher ist es grundsätzlich überhaupt nicht verwerflich, wenn man versucht mit dem eigenen Blog auch Geld zu verdienen. Ärgerlich wird es für Besucher dann, wenn bei der Monetarisierung dann solche Werbemittel wie bspw. Layer-Ads zum Einsatz kommen. Aber all das ist ja schon längst bekannt und die Meinungen hierzu sind auch eindeutig verteilt.

Nun haben sich mittlerweile verschiedene Firmen – an erster Stelle ist im deutschsprachigen Raum mit Sicherheit Trigami zu nennen – dem Ziel verschrieben ein Geschäftsmodell speziell für Werbung in Blogs aufzubauen. Dies blieb nicht immer ohne vereinzelte kritsche Stimmen, im Großen und Ganzen – und das ist meines Erachtens auch richtig so – wird es aber akzeptiert.

Das Partnernetzwerk Adbutler hat nun ebenfalls ein eigenes Werbemittel für Blogs vorgestellt. Ein Beispiel für die sogenannten „ad-Commercials“ ist auf Blogsoptimieren zu sehen. Und was man da sieht, stimmt mich doch bedenklich. Adbutler selbst wirbt damit, dass der Hinweis auf die Werbung „sehr dezent platziert ist“ und das trifft es sehr gut. Unter dem Blogbeitrag (inkl. Bild / Video), der – mittels Javascript – komplett von Adbutler geliefert wird, ist lediglich der Hinweis auf eine „Redaktionsempfehlung“ zu sehen.

Angesichts einer eigentlich vorgeschriebenen Anbieterkennzeichnung, wirkt dies doch arg sparsam. Ganz zu schweigen von der Wortwahl „Redaktionsempfehlung“, wo doch der gesamte Beitrag ohne Einfluss des Bloggers bleibt. Offengestanden, und ich bin auch geneigt zu schreiben: hoffentlich, glaube ich nicht an den Erfolg für Adbutler und daran, dass viele Blogger dieses Werbemittel einsetzen. Eigentlich unvorstellbar, dass diese Werbeform auf gut geführten Blogs eingesetzt werden wird.

Wenn man nach draußen schaut ist kein Sommer, in der Politik schon. Und natürlich muss auch dieses Jahr ein geeignetes Thema her, um das alljährliche Sommerloch zu stopfen. Unser Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee tut sich in dieser Beziehung diesmal besonders hervor. Zunächst versuchte er es mit einem Vorstoß in Richtung LKW-Überholverbot.

Nachdem dieses Thema relativ rasch wieder aus den Medien verschwunden ist, wurde es jetzt natürlich Zeit nachzulegen 😉 . Also sollen diesmal gleich 22 Warnschilder aus dem Straßenverkehr verschwinden, um den Schilderwald zu lichten. Nützlicher Nebeneffekt: Kosten sollen gespart werden. Die Nachricht ging mittlerweile schon durch alle Medien. Ziel erreicht, was viel man mehr.

Inhaltlich wird vermutlich auch dieser Vorstoß im Sand verlaufen. Der ADAC hat sowieso schon seine Bedenken geäußert über die Abschaffung verschiedener Warnschilder, die durchaus ihre Funktion hätten. Außerdem müsste man sich mit den Bundesländern über eine gemeinsame Abschaffung verständigen und alleine mir fehlt der Glaube hierzu. Aber gut, darüber kann die nächsten Wochen ja noch in aller Ruhe diskutiert werden, bevor wieder die wirklich wichtigen Themen der Politik in den Mittelpunkt rücken. Gut, dass dann auch schon wieder der Wahlkampf anfängt => es wird nicht langweilig.

Ich gebs zu, der Videotext wird von mir benutzt, auch wenn man ihn in Zeiten des Internets nicht mehr bräuchte. Manchmal werfe ich dabei auch einen Blick in den Videotext von RTL, aber das werde ich mir in Zukunft wohl sparen, denn diese haben eine Werbeform für sich entdeckt, die wirklich keinen Spaß mehr macht.

Beim Blick auf die Fußball-Seiten legt sich neuerdings immer so ein nettes Fenster über den kompletten Text, in Ermangelung eines besseren Begriffes und weil es irgendwie auch passt, habe ich es hier einfach mal Layerad getauft. Kein Ahnung, ob dieses auch in anderen Rubriken des Textes oder von anderen Sendern eingesetzt wird. Mich nervt es jedensfalls unsagbar, vor allem weil man es – anders als bei den ebenfalls nervigen Layerads im Internet – nicht einmal selber schließen kann.

Stattdessen darf man darauf hoffen, dass sich das Fenster irgendwann von selber schließt, nur um dann auf der folgenden Videotext erneut aufzuspringen. Sorry RTL, aber so könnt ihr euch den Videotext gleich sparen, denn dann schau ich mir auch die letzten Nachrichten noch im Internet an…

Layerad im RTL Videotext

Sie können es einfach nicht lassen. Gestern gab es den dritten Dopingfall bei der diesjährigen „Tour de France 2008“ und irgendwie hat sich keiner mehr gewundert. Beim Italiener Riccardo Riccò, den man nun EPO-Doping nachweisen konnte, musste man geradezu damit rechnen, so ist dieser die Berge hochgefahren. Konsequenterweise ist diesmal das ganze Team, in diesem Fall Saunier Duval aus Spanien, aus der Tour ausgestiegen.

Und nun beginnt wieder die Diskussion: Ist es ein gutes Zeichen für den Radsport, wenn man Dopingfälle entdeckt oder geht es doch so weiter wie bisher? Denn eines scheint sicher: Es gibt immer noch Unbelehrbare, die versuchen ihre Leistungen künstlich zu steigern. Und im Moment hat man wieder einmal das Gefühl, dass es nicht Wenige sind. Trotz des Risikos erwischt zu werden, dessen Wahrscheinlichkeit nun immerhin etwas zunimmt, scheint die Versuchung des Betruges immer noch vorhanden.

Drei Fahrer konnte man bisher des Dopings überführen, bei etwa 20 Fahrern ist die Rede von auffälligen Blutwerten. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass in den nächsten Tagen noch einiges auf die Tour zukommt. Ich vertrete mittlerweile die Meinung, dass jeder erwischte Doper dem Radsport hilft. Es ist zwar schmerzlich und ärgerlich zu sehen mit welchen Mittel bis heute gearbeitet wird und kurzfristig wird die Popularität bei Fans und Zuschauern sicherlich nicht steigen, aber langfristig kann es nur noch besser werden.

Die Tour de France werde ich – im Unterschied zu Vielen, die dieses Jahr abgeschaltet haben – weiterverfolgen. Immer noch im guten Glauben an die ehrlichen Fahrer…

Es ist nicht so, dass dies mein erster Blog ist – nein, ganz gewiss nicht. Und doch ist es mir schon seit längerem ein Bedürfnis diesen Blog zu eröffnen. Denn immer häufiger fallen mir in letzter Zeit Dinge ein, die ich gerne niederschreiben würde, die letztlich aber einfach nicht in den thematischen Rahmen meiner bisherigen Blogs passen und so gingen sie bisher leider immer verloren.

Dies möchte ich nun gerne ändern, auch wenn ich mir keineswegs sicher bin inwiefern dies von euch angenommen wird. Offengestanden kann ich bis dato auch keine Themeneingrenzung machen, daher geht es erstmal auch ohne Kategorie-Enteilung los. Gleiches gilt auch für die Postingfrequenz, wo ich mir keine Vorgaben setzen möchte, die ich später sowieso nicht einhalten könnte. Letztlich soll es ja auch Spaß machen und da schaden Freiräume sicherlich nicht, zumal der Blog gerade hierfür angelegt wurde.

Und den Titel „Notizen aus dem Alltag“ sowie den Domainnamen „Alltaegliches.com“ habe ich immerhin nicht zufällig ausgewählt.
Das sollte zunächst einmal als Erklärung / Motivation für diesen Blog ausreichen. Lasst euch einfach überraschen was kommt, ich tue es auch 🙂

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